Vier Mal gestorben, fünf Mal wieder auferstanden!


Was war das für ein harter Kampf heute … ein Rennverlauf vom Feinsten … eine Laktatschlacht unter Freunden!

Gestern Abend entschloss ich mich nun doch beim Reinheimer Duathlon zu starten. Dass es kein Kindergeburtstag werden würde, konnte man bereits lange im Voraus der Starterliste entnehmen. Trotz größerer Nachwehen von den 10.000m auf der Bahn am Donnerstag wollte ich mich dem Kampf stellen.

Zum Rennen:
Wie erwartet setzten sich Maxi und Felix vom Start weg an die Spitze. Ich hielt mich aus bereits erwähnten Gründen erstmal zurück. Das Tempo war flott, aber zum Glück noch nicht Anschlag. Mit einem angewachsenen Abstand auf unsere Verfolger liefen wir geschlossen in die Wechselzone ein. Dort machte sich jeder fix startklar für die 33 Kilometer auf dem Rad.

Auch hier übernahm ‚Mr. Teneriffa‘ gleich die Führung. In ‚All-Out‘ – Manier prügelten wir den ersten Anstieg hoch. Felix war heute eindeutig der stärkste Mann am Berg. (Wenn ich mal Zeit habe, gehe ich auch drei Monate auf die Insel 😀 –> das scheint definitiv zu helfen). Als diese Passage überwunden war, fuhren wir durch die erste Ortschaft. KOPFSTEINPFLASTER!!! Wie konnte es auch anders sein, hüpfte meine Kette vorne zwischen Rahmen und kleinem Kettenblatt. Mit den Erinnerungen an New York, als sich dann beim vergeblichen ‚hochlegen‘ der Kette während des Fahrens verbogen hatte, nahm ich heute einen kurzen Stopp (ca. 20 Sekunden) in Kauf. Voll konzentriert, versuchte ich den Abstand so schnell wie möglich wieder aufzuholen. Dies gelang mir auf der Bundesstraße ganz gut. Nach zwei weiteren Kilometern konnte ich Maxi einholen. Ab diesem Zeitpunkt ging es dann nur noch um Felix und mich.
Die Lücke wurde bis zum Ende der zweiten Runde etwas geringer. Doch dann kam wieder der giftige Anstieg. Dort spiele Felix wieder seine Stärke aus. Der Abstand wurde eher größer als kleiner zwischen uns 😉
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Auf den flachen Passagen konnte ich Felix einholen, am Berg (3. Mal) überholte Felix mich wieder, wobei ich ihn dieses Mal nicht wegfahren lies. Somit konnte ich mich auf dem Rückweg etwas von ihm absetzen und brachte einen kleines Polster mit in die Wechselzone. Dieses verlor ich dann aber recht schnell, weil ich nicht wirklich aus meinem Radschuh und in meine Laufschuhe kam 😀 *shame!!!

Beim Laufen ging es dann wirklich ab! Felix schloss die Lücke zu mir und attackierte am Berg. Seinem Tempo am Anstieg konnte ich nicht folgen und somit riss er eine kleine Lücke zwischen uns beiden. Ich gratulierte ihm schon zum Sieg und schloss innerlich mit meinem Rennen und Platz 2 ab. Als er aber etwas langsamer wurde und ich das (mein) Tempo weiterlief, war ich plötzlich wieder vorne. CRAZY!!! Ca. 1,5 Kilometer – und jetzt schon wieder bergab – folgte er mir, bis er wieder neben mir auftauchte. Innerlich musste ich über diese Situation nur lachen. Ich hätte schreien können!!! Zu diesem Zeitpunkt fand ich das einfach nur genial. Kurz vor Kilometer vier blickte in Felix Gesicht. Ich wollte mir einen Eindruck machen. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass er nun den Turbo zünden würde. Die Sekunden vergingen. Es kam nichts.
Bildschirmfoto 2013-04-21 um 13.32.57

Somit wollte ich es versuchen und zog die letzten 900 Metern an. Mit mehreren Blicken nach hinten stellte ich fest, dass Felix nicht mehr taktierte. Die Lücke wurde größer. Bestärkt durch meine letzten 400 Metern am Donnerstag zog ich nochmal an und konnte es kaum glauben, dass sich das Blatt nochmal zu meinen Gunsten wenden konnte. Überglücklich lief ich mit 17 Sekunden Vorsprung vor meinem Trainingskollegen und -freund als Erster ins Ziel ein. Zur Belohnung gab es den Streckenrekord obendrauf.Bildschirmfoto 2013-04-21 um 13.30.51

Abgerundet wurde unsere Teamleistung durch ein super Abschneiden von Maxi (TOP 3), Markus Frank und Benjamin Winke. Somit waren unter den TOP 7, fünf Athleten vom TriTEAM SSKC Aschaffenburg. SUPER gemacht Jungs! Das wird eine tolle Saison für EUCH und unser TEAM.
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Ab jetzt heißt es erstmal Ruhe bzw. Regeneration, bevor am 1. Mai der nächste Wettkampf ansteht.

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