2. Platz beim Linz Triathlon! (Bischi rehabilitiert sich!)


Gestern startete ich mit meinem Schützling (Caro) bei der Mitteldistanz in Linz. Zuerst wurde der Sprintdistanz (Wett-)Bewerb gestartet. Um 12 Uhr wurden dann die ‚Halfiron‘-Athleten ins Rennen geschickt.

1,9 Kilometer im Pleschinger See (Wassertemperatur ca. 19 Grad – also ideal)

90 Kilometer (offiziel), 91,4 km (tatsächlich) auf einem Rundkurs, welcher zweimal zu durchfahren war

und einen Halbmarathon an der Donau entlang.

Für mich (aber auch für Caro) lief der Wettkampf mehr als gut. In Südafrika noch den schlechtesten Tag meiner Karriere erwischt, liefen die Uhren gestern gerade in die andere Richtung.
Beim Schwimmen hielt ich mich bewusst etwas zurück, da ich letzte Woche auf die Vermutung gekommen bin, dass mich das schnelle Anschwimmen im Wettkampf wohl bisher immer für den weiteren Schwimmpart gekilled hat.
Somit ging es (gefühlt) gleichmäßig durch die erste Disziplin. Als Gesamt 13. entstieg ich dem Gewässer und wechselte aufs Bike. Von dort an gab es kein halten. Ziemlich schnell konnte ich einige Athleten einsammeln. Besonders am Berg verließ ich den ‚Komfortbereich‘ (Hubsi you know! 😉 )
Ab dem Berg begleitete mich und noch zwei weitere Mitstreiter ein Polizeimotorrad. Dieses fuhr immer etwa 80 – 100 Meter vor uns herum. Ich wusste nicht genau, was das bedeuten sollte und machte weiterhin Druck. Das Fahren zu diesem Zeitpunkt war von vielen Attacken geprägt. Ganz unüblich für mich – trotz der vielen Wettkämpfe die ich bisher bestritten habe. Mit genug Selbstvertrauen schloß ich mich diesen Spielchen an und setzte mich an die Spitze.

Nachdem keine weiteren Konkurrenten vor uns zu sehen waren, bildete ich mir schon ein, dass ich wohl gerade in den Genuss komme einen Wettkampf anzuführen. Später als ich in die Wechselzone einfuhr stellte sich heraus, dass zwei weitere Athleten vor mir waren. Somit war quasi ‚mein Führungsmotorrad‘ das Motorrad für die Verfolger.
Ende der zweiten Runde schloss von hinten ein Radfahrer auf und fuhr an uns vorbei. Da ich meine beiden Mitstreiter nicht abschütteln konnte und wusste, dass hinter so einer Aufholjagd POWER stehen muss, fuhr ich ‚einfach‘ mit.
Im erlaubten Abstand von 10-15 m wurde die Schlagzahl erhöht und der Plan ging auf. Nach ca. 10 Minuten waren wir beide nur noch alleine unterwegs. Dann ging es bereits auf die zweite Runde und ich überholte ihn. Leider konnte ich keine größere Lücke als 50 Meter herausfahren. Auf der Abfahrt hielt sich der Abstand etwa gleich und spätestens auf der Bundesstraße waren die erlaubten Abstände wieder hergestellt. (Ein Lob an dieser Stelle für das faire Fahren dieses Teilnehmers -spätere Gewinner, auch wenn ich nachdem Rennen erfahren musste, dass dieser Athlet in seiner Karriere nicht immer fair unterwegs gewesen ist. Wegen eines Dopingvergehens saß er bereits eine 18 monatige Sperre aus.)

Auf jedenfall wurde die Führungsarbeit unter Aufsicht eines ‚privaten‘ Wettkampfrichter-Motorrad abgewechselt. Etwa bei Kilometer 70-75 versuchte ich ihn noch mit ein paar Attacken abzuschütteln. Leider schlug dieser Versuch immer fehl. Somit stellte ich mich auf einen gemeinsamen Wechsel ein.

Angekommen in der zweiten Wechselzone erfuhr ich dann von meiner aktuellen Platzierung. Der Veranstalter fuhr mit dem Fahrrad an mir vorbei und unterrichtete mich über den Abstand zu Spitze. ‚Die ersten vier innerhalb von 55 Sekunden‘

Zu Beginn der Laufstrecke hielt ich mich etwas zurück, weil mein unterer Rücken schon etwas vom Radfahren gelitten hatte. Ich wollte mich erstmal etwas ‚locker‘ laufen. Leider dauerte das dann doch etwas länger als gedacht. Mein Konkurrent hatte bereits zum Zweiten aufgeschlossen. Ich wollte diesen ‚Sprung‘ noch nicht gehen. Dafür fühlte ich mich noch zu sehr verkrampft. Somit liefen Platz 2 und 3 erstmal gemeinsan von mir weg – jedoch immer mit Sichtkontakt. Durch die Wendepunkte auf der Strecke erfuhr ich, dass der Führende eingeholt wurde und ich witterte meine Chance. Mit der nötigen Gelassenheit arbeitete ich mich immer weiter aufs Podium vor. Zu Beginn der zweiten Runde konnte ich auf den Esten Priit Ailts aufschließen und ihn überholen. Beim letzten Wendepunkt (ca. Kilometer 15) konnte ich sehen, dass der Abstand zum Zweitplatzierten geschrumpft ist.
Mit einem Grinsen auf den Lippen lief ich in meinem Tempo weiter und ‚kassierte‘ tatsälich ihn ein bis zwei Kilometer ein. Der Sichtkontakt auf den Führtenden war noch gegeben. Doch nicht nur ich konnte noch eine Tempoverschärfung vornehmen. Auch der anschließende Sieger hatte noch ein paar Körner aufgespart, sodass ich es nicht mehr auf den letzten Kilometern geschafft habe ihn einzuholen. Am Ende waren es 32 Sekunden, die mich von ihm trennten.

Trotzdem lief ich überglücklich mit einer Zeit von 4:07 h ins Ziel ein.
Besonders stolz bin ich dabei auf meine Radzeit von 2:16 h was umgerechnet einen Schnitt von 40,3 km/h ergibt!

(Man möge mir Rechtschreib- oder Flüchtigkeitsfehler verzeihen! Ich muss ins Bett, die Autofahrt hat mich zu sehr ermüdet 😉 ! )

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